Zwickmühle

Häufige Fragen

Wenn hier etwas fehlt, steht es fast sicher in der Datenschutzerklärung, und die ist kürzer als die meisten.

Warum ist die App kostenlos?

Weil die Frage des Tages im Betrieb fast nichts kostet. Eine Frage ist eine Zeile Text. Deine Stimme ist eine zweite Zeile, und das Ergebnis ist ein hochgezählter Zähler. Es gibt kein Video auszuliefern, keine Bilder zu erzeugen und nichts pro Aufruf zu berechnen, was teuer wäre.

Was Geld kostet, ist das Schreiben der Fragen. Diese Arbeit fällt im Voraus an und nicht pro Nutzer, und deshalb wird die Frage des Tages nicht teurer, wenn mehr Leute mitmachen. Getragen wird sie vom Archiv-Kauf für 4,99 EUR: Wer das Archiv will, finanziert die Tagesfrage für alle anderen mit.

Das ist die ganze Rechnung. Es gibt keine Werbung, keine Datenweitergabe und kein späteres Abo, das den kostenlosen Teil einkassiert.

Was passiert mit meinen Daten?

Gespeichert werden zwei Dinge: ein Zufallsschlüssel, den die App beim ersten Start erzeugt, und deine Antworten, also welche Frage, ob A oder B, wann, und der optionale Begründungs-Tag. Sonst nichts.

Der Zufallsschlüssel ist an keinen Namen und keine E-Mail-Adresse gebunden. Er erlaubt es aber, wiederkehrende Nutzung demselben Gerät zuzuordnen, denn genau dafür ist er da: für die Serie und für die Regel, dass jede Person pro Frage einmal abstimmt. Damit ist er ein personenbezogenes Datum im Sinne der DSGVO, und wir behandeln ihn als eines, statt ihn als „anonym“ zu verkaufen.

Die Daten liegen bei Supabase in Frankfurt am Main, auf Grundlage eines Vertrags zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Es gibt keine Analyse-Software, keine Werbung, keine Werbe-ID und keinen Push-Token. Kein Standort, keine Kontakte, keine Fotos.

Löschen kannst du alles selbst: In den Einstellungen liegt „Alle meine Daten löschen“. Der Knopf löscht deine Stimmen und deine Kennung in der Datenbank und setzt die App auf den Zustand einer frischen Installation zurück. Ein Punkt, der oft verschwiegen wird: Die App nur zu löschen reicht dafür nicht. Wer die App deinstalliert, ohne vorher zu löschen, lässt seine Zeilen in der Datenbank stehen, weil der Server nicht mitbekommt, dass ein Gerät die App entfernt hat. Wenn dir das wichtig ist, drück den Knopf vor der Deinstallation.

Warum gibt es kein Konto?

Weil ein Konto für diese App nichts löst und einiges kostet.

Es gibt nur zwei Regeln, die technisch durchgesetzt werden müssen: eine Stimme pro Frage und Person, und das Ergebnis erst nach der eigenen Stimme. Beides funktioniert mit einem anonymen Schlüssel genauso zuverlässig wie mit einer E-Mail-Adresse und einem Passwort. Was ein Konto zusätzlich brächte, wäre ein Anmeldebildschirm vor der ersten Frage, eine weitere E-Mail-Adresse in einer weiteren Datenbank und ein Passwort, das verloren gehen kann.

Der Preis dafür steht in der nächsten Antwort, und wir schreiben ihn hin, statt ihn zu übergehen.

Was passiert mit meiner Serie, wenn ich die App neu installiere?

Sie ist weg. Und zwar endgültig, nicht nur unsichtbar.

Die App kennt dich über einen Zufallsschlüssel, der auf deinem Gerät liegt. Deinstallierst du die App, löschst du die App-Daten oder wechselst du das Telefon, ist dieser Schlüssel fort. Der nächste Start erzeugt einen neuen, und der neue Schlüssel hat keine Vorgeschichte. Die Serie fängt bei null an, und deine alten Antworten sind zwar noch in der Datenbank, aber niemand, auch wir nicht, kann sie dem neuen Schlüssel zuordnen.

Der Archiv-Kauf ist davon nicht betroffen. Der hängt an deinem App-Store- beziehungsweise Google-Play-Konto, nicht an unserem Schlüssel. Auf dem neuen Gerät holst du ihn über „Käufe wiederherstellen“ zurück, ohne erneut zu zahlen.

Das ist eine bewusste Entscheidung und kein Versehen. Die Alternative wäre ein Konto oder ein Wiederherstellungscode gewesen, und beides hätte genau die Hürde vor die erste Frage gestellt, die diese App nicht haben soll. Eine spätere Version kann die Serie über eine optionale Anmeldung retten. Heute kann sie es nicht, und wir behaupten es deshalb auch nicht.

Warum nur eine Frage am Tag?

Weil die Frage sonst ihren Wert verliert.

Bei einer Frage am Tag denkst du nach. Bei zwanzig Fragen hintereinander wischst du. Der Unterschied ist nicht Disziplin, sondern Aufmerksamkeit: Ab der dritten Frage in Folge antwortet niemand mehr auf die Frage, sondern auf das Format.

Dazu kommt das Ergebnis. Der Prozentwert ist nur interessant, wenn alle am selben Tag dieselbe Frage beantworten. Könntest du dich durch das Archiv arbeiten, wäre jede Zahl ein anderer Ausschnitt aus einer anderen Woche, und die Vergleichbarkeit wäre dahin.

Und ganz nebenbei: Eine App, die dich nach fünfzehn Sekunden wieder gehen lässt, ist nicht kaputt. Sie ist so gebaut.

Wer schreibt die Fragen?

Menschen, auf Deutsch, für dieses Korpus.

Keine Frage ist aus einer der vorhandenen deutschen Fragelisten übernommen, auch nicht umformuliert. Das hat zwei Gründe. Der juristische: § 87b UrhG schützt Datenbanken gegen die Entnahme wesentlicher Teile, und das gilt auch für frei zugängliche Fragelisten. Der inhaltliche wiegt schwerer: Übersetzte oder eingesammelte Fragen erkennt man. Sie spielen in keinem Land, sie kennen weder Kehrwoche noch Brückentag, und sie fühlen sich nach Füllmaterial an.

Jede Frage läuft gegen einen schriftlichen Maßstab, der im Projekt liegt. Die harte Regel darin lautet: Eine Frage, bei der eine Antwort offensichtlich richtig ist, ist eine gescheiterte Frage. Der Zielwert für die Verteilung liegt bei 35 zu 65 oder enger. Was deutlicher ausgeht, wird gestrichen und ersetzt, nicht nachgebessert.

Ergänzende Fragen

Warum sehe ich das Ergebnis erst, nachdem ich abgestimmt habe?

Weil eine Prozentzahl, die du vorher siehst, deine Antwort verändert. Der Effekt ist gut untersucht: Eine sichtbare Mehrheit zieht. Wenn 70 Prozent bereits A gewählt haben, wählst du eher A, ohne es zu merken.

Die Sperre ist deshalb nicht in der Oberfläche versteckt, sondern in der Datenbank verankert. Solange keine Stimme von dir vorliegt, gibt der Server die Zahlen schlicht nicht heraus. Das schützt gleichzeitig dich vor dem Mitläufereffekt und die Statistik davor, unbrauchbar zu werden.

Kann ich meine Antwort ändern?

Nein. Eine abgegebene Stimme ist endgültig, und zwar in der Datenbank, nicht nur in der Anzeige.

Das ist unbequem und trotzdem richtig: Wer nachträglich korrigieren kann, sobald er das Ergebnis sieht, stimmt nicht mehr ab, sondern passt sich an. Nimm dir die drei Sekunden vorher.

Warum gibt es keine Kommentare?

Weil ein Kommentarbereich ein anderes Produkt wäre. Er bräuchte Moderation, Meldewege und eine Handhabe gegen die immergleichen fünf Prozent, und er würde aus fünfzehn Sekunden am Tag eine halbe Stunde machen.

Als Ersatz gibt es die drei Begründungs-Tags: Bauchgefühl, Prinzip, Erfahrung. Ein Fingertipp, keine Tastatur, und du siehst trotzdem, aus welcher Richtung die andere Seite kommt.

Was genau bekomme ich für die 4,99 EUR?

Das vollständige Archiv aller bisher erschienenen Fragen, mit deiner eigenen Antwort und dem Endergebnis der Gemeinschaft zu jeder davon.

Ohne Kauf siehst du die Archivliste ebenfalls, aber nur die letzten drei Tage sind lesbar. Der Rest bleibt sichtbar verschlossen, damit du vorher weißt, was du kaufst, statt es glauben zu müssen.

Es ist ein einmaliger Kauf, kein Abo. Kein Testzeitraum, keine automatische Verlängerung, keine Kündigungsfrist. Beim Gerätewechsel holst du ihn über „Käufe wiederherstellen“ zurück.

Verarbeitet der Kauf zusätzliche Daten?

Ja, und zwar nur der Kauf. Die Abwicklung läuft über den App Store beziehungsweise Google Play und über RevenueCat, den Dienst, der prüft, ob ein Kauf gültig ist. RevenueCat erhält deinen Zufallsschlüssel und die Kaufbestätigung des Stores, damit das Archiv freigeschaltet werden kann. Wir nennen den Namen hier, weil „ein Dienstleister“ an dieser Stelle genau die Auskunft wäre, die keine ist.

Zahlungsdaten sehen wir nicht. Deine Kartennummer und deine Rechnungsanschrift bleiben bei Apple beziehungsweise Google. Wer nicht kauft, löst diese Verarbeitung nie aus. Der genaue Wortlaut steht in der Datenschutzerklärung.

Gibt es die App auf Englisch?

Nein, und das ist kein Versäumnis.

Die Fragen leben davon, dass sie in Deutschland spielen. Pfand, Kehrwoche, Brückentag, Sonntagsruhe, das Gehaltstabu: Übersetzt bleibt davon eine Fußnote übrig. Eine englische Fassung wäre eine andere App mit einem anderen Korpus, nicht dieselbe App in einer zweiten Sprache.

Wie lösche ich alles?

Einstellungen, „Alle meine Daten löschen“, bestätigen. Das löscht deine Stimmen und deine Kennung in der Datenbank, entfernt die lokal gespeicherten Daten vom Gerät und versetzt die App in den Zustand einer frischen Installation.

Der Vorgang ist unumkehrbar, und die Serie ist danach weg. Das steht so auch im Bestätigungsdialog, bevor du ihn auslöst.

Weil die App ohne Konto und ohne E-Mail-Adresse funktioniert, ist dieser Weg zugleich der zuverlässigste: Eine Anfrage per E-Mail könnten wir keiner bestimmten Installation zuordnen, selbst wenn wir wollten.